„Trauma ist nicht das Ereignis selbst, sondern die Energie, die im Körper stecken bleibt – und die nicht verarbeitet werden konnte.“
Peter A. Levine

Soma Embodiment ist besonders wirksam bei:

Soma Embodiment® – Heilung durch verkörperte Achtsamkeit

Eine Methode für Trauma, Stress & Selbstregulation entwickelt von der Brasilianerin Dr. Sonja Gomez

Was ist Soma Embodiment?

Soma Embodiment (nach Sonia Gomez) ist eine körperorientierte Therapieform, die Achtsamkeit, Embodiment, Tanz und ausgewählte geführte Bewegungen und die Prinzipien von Somatic Experiencing® verbindet. Der Begriff setzt sich zusammen aus:

„Soma“ (griech. für Körper) – der Fokus liegt auf dem erlebten Körper: „Embodiment“ – die Verkörperung von Emotionen, Erinnerungen und Erfahrungen.

Ziel der Methode:
Durch bewusste Körperwahrnehmung, Bewegung und die Arbeit mit körperlichen Empfindungen lernst du, Traumata, chronischen Stress und emotionale Blockaden zu verarbeiten, zu regulieren und zu integrieren. Soma Embodiment nutzt dabei zentrale Prinzipien aus Somatic Experiencing®, um das Nervensystem zu entlasten und Heilung zu ermöglichen.

  • Traumafolgestörungen (PTBS, komplexe PTBS, Entwicklungs- und Bindungstraumata)

  • Chronischem Stress & Burnout

  • Dissoziation & Depersonalisation („Ich fühle mich nicht mehr in meinem Körper“

  • Angststörungen & Überforderung

  • Körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache (z. B. chronische Schmerzen)

Die Wissenschaft dahinter: Warum Soma Embodiment wirkt und wie ich damit arbeite


Soma Embodiment basiert auf neurobiologischen, psychotraumatologischen und körpertherapeutischen Erkenntnissen.

Z.B   Peter A. Levine (Somatic Experiencing®) – Traumaheilung durch Körperwahrnehmung

·      Bessel van der Kolk (The Body Keeps the Score) – Der Körper als Schlüssel zur Traumaheilung

Traumata „sitzen“ im Körper – und können dort geheilt werden

Peter A. Levine, Begründer von Somatic Experiencing®, zeigt in seinem Werk „Waking the Tiger“(1997), dass: Traumata nicht nur im Kopf, sondern im Körper gespeichert sind.

Seiner Auffassung nach bleibt das Nervensystem und somit bestimmte Gefühle, Emprindungen in bestimmten Situationen „stecken“ in einer Überlebensreaktion (Flucht, Kampf, Erstarrung).

Er und somit auch Sonja sind der Auffassung, dass wenn diese Energie nicht vollständig „entladen“ wird, führt das zu chronischer Anspannung, Schmerzen oder Dissoziation. Soma Embodiment nutzt den Körper als Wegweiser, um abgespaltene Energie schrittweise zu integrieren – ohne Retraumatisierung.

Somatic Experiencing®: Wie der Körper Traumata „verarbeiten“ kann – die Grundlagen für Soma Embodiment®

Somatic Experiencing® (SE) ist eine körperorientierte Traumatherapie, die darauf abzielt, das Nervensystem zu regulieren und eingefrorene Überlebensenergien zu lösen.

 Die Grundprinzipien von SE sind zentral für Soma Embodiment:

1.     Körperwahrnehmung (Tracking) „Wo spüren sie Stress in deinem Körper?“ Beispiel: „Ihre Hände zittern – was löst das aus?“ Ziel: Sensationen wahrnehmen, ohne sie zu bewerten – das hilft, die Verbindung vom Körper und Geist wieder miteinander zu verbinden.

2.     Titration: Kleine Schritte, große Wirkung - Traumaverarbeitung erfolgt nicht auf einmal, sondern schrittweise (wie bei einem Tropfenzähler). Beispiel: „Spüren sie mal, wie sich ihr Atem anfühlt, wenn sich Bilder der schwierigen  Situation zeigen. Soma Embodiment arbeitet mit Mikro-Bewegungen die von außen zu sehen sind (z. B. ein leichtes Zittern eines Fingers, Muskeltonus verändert sich im Nacken, etc.), um eingefrorene Energie sanft zu lösen.

3.     Pendulation: Zwischen Anspannung und Entspannung wechseln - Unser Nervensystem braucht abwechselnd: Erregung (z. B. Erinnerungen, Emotionen) Beruhigung (z. B. Achtsamkeit, Bewegung) Soma Embodiment nutzt: Bewegung, um Energie zu regulieren (z. B. sanftes Schaukeln, um „wieder runterzukommen“). Achtsamkeit, um Sicherheit zu spüren (z. B. Fokus auf die Füße, die den Boden berühren).

4.     Ressourcenorientierung: Was gibt ihnen Halt im Leben? Trauma-Überlebende verlieren oft das Gefühl von Sicherheit und das verhindert ein neues Verbinden mit positiven Gefühlen und Erlebnissen im Leben. Soma Embodiment hilft, Ressourcen im Körper und Erleben zu finden.

Wie arbeitet Soma Embodiment konkret?

Soma Embodiment ist kein starres Konzept, sondern ein individueller Prozess, der sich an die Bedürfnisse und Tempo des Klienten anpasst. Typische Elemente sind:

1. Körperwahrnehmung & Tracking: Der Körper als Wegweiser

  • „Wo spüren sie den Stress in ihrem Körper?“

    • Beispiel:

      • „Meine Schultern sind wie Blei“

      • „Mein Magen zieht sich zusammen?“

Ziel:Sensationen wahrnehmen, ohne sie zu bewerten – das hilft, die Verbindung zum Körper wiederherzustellen.

„Wenn du lernst, deine Körperempfindungen zu spüren, ohne sie zu fürchten, beginnt die Heilung.“
Peter A. Levine

2. Bewegung als Regulation: Energie „entladen“, ohne zu überfluten

  • Sanfte Bewegungsübungen, um Energie zu regulieren (basierend auf Levines Prinzip der „Titration“):

    • Wenn sie sich „wie gelähmt“ fühlen:

      • Sanftes Federn auf den Füßen (um „wieder in die Bewegung zu kommen“).

      • Atemübungen (z. B. „Atme tief in den Bauch ein und lass den Atem langsam los“).

    • Wenn sie „explodieren“ könnten:

      • Kraftvolle Bewegungen (z. B. schlagen, stampfen).

      • Rhythmische Übungen (z. B. Klatschen zum Rhythmus, um „Erregung zu kanalisieren“).

  • Symbolische Bewegungen, um Gefühle auszudrücken:

    • Beispiel:

      • „Bewegen sie sich wie Wasser, das Hindernisse einfach umspülen kann.“

3. Pendulation: Zwischen Anspannung und Entspannung wechseln

  • Unser Nervensystem braucht abwechselnd:

    • Erregung (z. B. Erinnerungen, Emotionen)

    • Beruhigung (z. B. Achtsamkeit, Bewegung)

  • Soma Embodiment nutzt:

    • Bewegung, um Energie zu regulieren (z. B. sanftes Schaukeln, um „wieder runterzukommen“).

    • Achtsamkeit, um Sicherheit zu spüren (z. B. Fokus auf die Füße, die den Boden berühren).

4. Ressourcenorientierung: Was gibt dir Halt?

  • Trauma-Überlebende verlieren oft das Gefühl von Sicherheit.

    • Soma Embodiment hilft, Ressourcen im Körper zu finden (basierend auf Levines „Ressourcenarbeit“):

      • „Spüre, wie ihr Rücken die Stuhllehne berührt.“

      • „Spüre, wie die Füße auf dem Boden stehen und wie der Boden sie trägt.“

  • Berührung als lösende, unterstützende Methode:

    • Selbstberührung oder Berührung vom Therapeuten um Prozesse der Verarbeitung zu stützen und unterstützen.  

  • Beispiel:

„Ich möchte gerne ein Kissen auf ihren Bauch legen. Was verändert sich durch das Kissen auf ihrem Bauch in ihrem Körper?“

  • Bewegung zur Verarbeitung und Ressource:

    • Kleine kurze Tanzeinheiten, langsam oder auch schneller als Ressourcenarbeit, Achtsamkeitsmethode oder zur Verarbeitung von festgesetzten Gefühlen helfen dabei den Körper wieder in Einklang mit Dir zu bringen.  

5. Integration & Reflexion: Was nehme ich mit?

  • Was hast du gespürt? Was hat sich gezeigt?

  • Wie können sie  das in ihren Alltag übertragen?

    • Beispiel:

      • „Wenn ich merke, dass ich mich anspanne, atme ich bewusst aus und spüre in meine Füße.“

      • „Ich erinnere mich daran, dass mein Körper mir Sicherheit geben kann – auch wenn mein Kopf anders denkt.“

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